{"id":307,"date":"2020-10-14T17:28:42","date_gmt":"2020-10-14T17:28:42","guid":{"rendered":"https:\/\/romahistory.com\/?page_id=307"},"modified":"2020-10-14T17:28:42","modified_gmt":"2020-10-14T17:28:42","slug":"timeline-1714-bis-1745","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/romahistory.com\/?page_id=307","title":{"rendered":"Timeline 1714 bis 1745"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><em><strong>1714.<\/strong><\/em>&nbsp;Britische Kaufleute und Pflanzer beantragen beim britischen Staatsrat die Verschiffung von Zigeunern in die Karibik und geben offen zu, dass diese als Sklaven eingesetzt werden sollen.<br>In Mainz sollen alle Roma ohne Prozess hingerichtet werden mit der Begr\u00fcndung, dass ihre Lebensart f\u00fcr gesetzlos erkl\u00e4rt wurde. Romani Musikgruppen bereisen den \u00d6sterreich-ungarischen Hof Esterh\u00e1za. Sie spielen verbunkos und begleiten den Tanz von Soldaten, um bei den Rekrutierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr die Milit\u00e4roperationen von Nicolas dem Pr\u00e4chtigen zu helfen.<br><br><em><strong>1715.<\/strong><\/em>&nbsp;In schottischen Aufzeichnungen tauchen zehn Zigeuner auf, die nach Virginia in Amerika deportiert wurden.<br><br><em><strong>1717.<\/strong><\/em>&nbsp;In Spanien werden 41 \u00d6rtlichkeiten als Wohnorte f\u00fcr Gitanos festgelegt.<br><br><em><strong>1719<\/strong><\/em>&nbsp;und andere Jahre. In Frankreich wird die Strafe daf\u00fcr, ein Roma zu sein, von Galeerenhaft in Deportation in die franz\u00f6sischen Kolonien umgewandelt.<br><br><em><strong>1721.<\/strong><\/em>&nbsp;Kaiser Karl VI. von \u00d6sterreich-Ungarn befiehlt die Ausl\u00f6schung der Roma in seinem gesamten Territorium.<br><br><em><strong>1723.<\/strong><\/em>&nbsp;In Lorraine wird Roma der Aufenthalt als auch die Versammlung in W\u00e4ldern oder auf Hauptstra\u00dfen verboten. Die Strafe lautet Verbannung. Die Gemeinden werden aufgefordert, sich \u201ezu sammeln, in Formation zu marschieren und das Feuer auf sie zu er\u00f6ffnen\u201c.<br><br><strong><em>1724.<\/em><\/strong>&nbsp;Allen Vagabunden und Wanderern wird durch Ludwig XV. Von Frankreich der Aufenthalt, das Nomadentum und die Versammlung von mehr als vier Erwachsenen in einem Haus verboten. M\u00e4nner werden mit f\u00fcnf Jahren auf den Galeeren bestraft. Alle anderen werden ausgepeitscht und ins Armenhaus geschickt.<br><br><strong><em>1725.<\/em><\/strong>&nbsp;Frederick Wilhelm I. verurteilt alle Roma \u00fcber achtzehn Jahre, M\u00e4nner oder Frauen, die auf seinem Territorium gefasst werden zur Erh\u00e4ngung ohne Prozess.<br><br><strong><em>1726.<\/em><\/strong>&nbsp;Gitanos in Spanien wird das Einspruchsrecht gegen Gerichtsurteile verwehrt.<br>Karl VI. erl\u00e4sst ein Gesetz, laut dem jeder Rom, der in seinem Land gefunden wird, sofort get\u00f6tet werden soll. Romani Frauen und Kinder sollen die Ohren abgeschnitten werden, bevor man sie den gesamten Weg bis zur Grenze peitscht.<br><br><strong><em>1727.<\/em><\/strong>&nbsp;Der Berner Erlass Nr. 13 wiederholt das Aufenthaltsverbot f\u00fcr Roma. \u201cZigeuner-M\u00e4nnern und -Frauen, die \u00e4lter als 15 Jahre sind, soll ein Ohr abgeschnitten werden, wenn sie das erste Mal gefasst werden \u2026 aber wenn sie ein zweites Mal gefasst werden, sollen sie zum Tode verurteilt werden.\u201d<br><br><strong><em>1728.<\/em><\/strong>&nbsp;Der Stadtrat von Aachen erl\u00e4sst eine Verordnung, die Roma zum Tode verurteilt. \u201cGefangene Zigeuner, ob sie sich wehren oder nicht, sollen auf der Stelle get\u00f6tet werden. Allerdings soll denjenigen, die nicht zu einem Gegenangriff ansetzen, nicht mehr als eine halbe Stunde gew\u00e4hrt werden, um niederzuknien und, wenn sie es w\u00fcnschen, den allm\u00e4chtigen Herrgott um Vergebung ihrer S\u00fcnden zu bitten und sich auf den Tod vorzubereiten.\u201d<br><br><strong><em>1733.<\/em><\/strong>&nbsp;Kaiserin Anna Ioannovna von Russland bestimmt, dass es Roma verboten ist zu reisen und sie sich fest ansiedeln m\u00fcssen als Leibeigene des Landes.<br><br><strong><em>1734.<\/em><\/strong>&nbsp;Frederick Wilhelm I. verurteilt alle Roma, M\u00e4nner oder Frauen, die auf seinem Territorium gefasst werden zur Erh\u00e4ngung ohne Prozess. Eine Belohnung wird ausgesetzt.<br><br><strong><em>1740.<\/em><\/strong>&nbsp;Die Schlossergilde in Miskolc\/Ungarn beantragt erfolgreich ein Verbot f\u00fcr Roma, jedwede Metallarbeiten au\u00dferhalb ihrer Zelte durchzuf\u00fchren. Karl VI. erl\u00e4sst ein Edikt das jeden bestraft, der bei Hilfestellungen f\u00fcr Roma erwischt wird.<br><br><strong><em>1745.<\/em><\/strong>Gitanos in Spanien m\u00fcssen innerhalb von zwei Wochen an festgelegten Orten ansiedeln. Die Strafe f\u00fcr Nichtbefolgung lautet Exekution. \u201cEs ist legal, auf sie zu feuern um ihr Leben zu nehmen.\u201d Die Kirchen bieten nicht l\u00e4nger Asyl an. Bewaffneten Truppen wird befohlen, die L\u00e4ndereien zu durchk\u00e4mmen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1714.&nbsp;Britische Kaufleute und Pflanzer beantragen beim britischen Staatsrat die Verschiffung von Zigeunern in die Karibik und geben offen zu, dass diese als Sklaven eingesetzt werden sollen.In Mainz sollen alle Roma ohne Prozess hingerichtet werden mit der Begr\u00fcndung, dass ihre Lebensart f\u00fcr gesetzlos erkl\u00e4rt wurde. Romani Musikgruppen bereisen den \u00d6sterreich-ungarischen Hof Esterh\u00e1za. 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