{"id":306,"date":"2020-10-14T17:28:42","date_gmt":"2020-10-14T17:28:42","guid":{"rendered":"https:\/\/romahistory.com\/?page_id=306"},"modified":"2020-10-14T17:28:42","modified_gmt":"2020-10-14T17:28:42","slug":"timeline-1647-bis-1714","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/romahistory.com\/?page_id=306","title":{"rendered":"Timeline 1647 bis 1714"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><em><strong>1647.<\/strong><\/em>&nbsp;Roma werden von der Regentschaft Ludwig XIV. bestraft, weil sie \u201cB\u00f6hmer\u201d sind. Als Bestrafung drohen die Galeeren.<br><br><em><strong>1652.<\/strong><\/em>&nbsp;Matiasz Korolewicz wird von der K\u00f6niglichen Polnischen Kanzlei der Titel \u201cK\u00f6nig der Zigeuner\u201d zugesprochen.<br><br><em><strong>1650s.<\/strong><\/em>&nbsp;Letzte bekannte Exekution von Zigeunern in Suffolk, England. Andere werden nach Amerika verbannt.<br><br><strong>1660.<\/strong>&nbsp;Roma wird durch Ludwig XIV. der Aufenthalt in Frankreich untersagt. Die Strafe lautet Verbannung. Ein zweites Vergehen wird durch k\u00f6rperliche Z\u00fcchtigung oder Galeerenhaft geahndet.<br><br><em><strong>1660-1800.<\/strong><\/em>&nbsp;Die Identit\u00e4t der englischen Zigeunergruppe Romanichal hat sich etabliert. Sie \u00fcberleben durch Arbeit f\u00fcr lokale Anwohner, die sie kennen.<br><br><em><strong>1661.<\/strong><\/em>&nbsp;Johann Georg II., Kurf\u00fcrst von Sachsen, verh\u00e4ngt die Todesstrafe \u00fcber jeden Roma, der auf seinem Territorium gefasst wird.<br><br><em><strong>1666.<\/strong><\/em>&nbsp;Ludwig XIV. von Frankreich bestraft M\u00e4nner als \u201cB\u00f6hmer\u201d mit Galeerenhaft. Frauen und M\u00e4dchen werden ausgepeitscht, gebrandmarkt und verbannt.<br><br><em><strong>1682.<\/strong><\/em>&nbsp;Ludwig XIV. wiederholt seine Politik zur Bestrafung von \u201eB\u00f6hmern\u201c. M\u00e4nner werden beim ersten Vergehen zu Galeerenhaft auf Lebenszeit verurteilt. Frauen wird der Kopf geschoren und Kinder kommen ins Armenhaus. Bei einem zweiten Vergehen werden Frauen gebrandmarkt und verbannt.<br><br><em><strong>1685.<\/strong><\/em>&nbsp;Portugal deportiert Roma nach Brasilien und macht es zu einem Verbrechen, Romani zu sprechen.<br><br><strong><em>1686.<\/em><\/strong>&nbsp;Frederick Wilhelm, Kurf\u00fcrst von Brandenburg, verf\u00fcgt, dass Roma weder Handel noch Unterkunft gestattet werden darf.<br>In der Einstellung der schwedischen Lutheranischen Kirche kommt es zu einer pl\u00f6tzlichen und radikalen \u00c4nderung: Roma werden nun akzeptiert und ihre Kinder k\u00f6nnen getauft werden.<br><br><em><strong>1700-16 und 1720-22.<\/strong><\/em>&nbsp;In Lorraine werden Roma f\u00fcr Betteln und Vagabundieren im Allgemeinen bestraft. Die Strafe lautet Verbannung. Ein zweites Vergehen wird mit Eisenketten, Brandmarkung und Verbannung geahndet.<br><br><strong><em>1710.<\/em><\/strong>&nbsp;In Prag erl\u00e4sst Joseph I. ein Edikt, laut dem alle erwachsenen Roma M\u00e4nner ohne Prozess geh\u00e4ngt und alle Jungen und Frauen verst\u00fcmmelt werden sollen. In B\u00f6hmen soll das linke Ohr abgeschnitten werden. In Moravia das rechte. Unterbringung oder jede andere Hilfe f\u00fcr Roma wird mit bis zu sechs Monaten Zwangsarbeit bestraft.<br>Prinz Adolf Frederick von Mecklenburg-Strelitz erl\u00e4sst einen Befehl, dass alle Roma ausgepeitscht, gebrandmarkt, ausgesto\u00dfen oder exekutiert werden k\u00f6nnen, falls sie zur\u00fcckkehren. Kinder unter zehn Jahren sollen von ihren Eltern entfernt und durch christliche Familien erzogen werden.<br><br><em><strong>1711.<\/strong><\/em>&nbsp;Kurf\u00fcrst Frederick Augustus I. von Sachsen autorisiert die Erschie\u00dfung von Roma, wenn sie sich ihrer Verhaftung widersetzen.<br><br><em><strong>1711-1772.&nbsp;<\/strong><\/em>Cinka Panna ist einer der popul\u00e4rsten Musiker in der Slowakei und Osteuropa. Sie ist eine meisterhafte Violinistin und geht mit ihrem eigenen Romani Ensemble auf Tour.<br><br><em><strong>1714.<\/strong><\/em>&nbsp;Britische Kaufleute und Pflanzer beantragen beim britischen Staatsrat die Verschiffung von Zigeunern in die Karibik und geben offen zu, dass diese als Sklaven eingesetzt werden sollen.<br>In Mainz sollen alle Roma ohne Prozess hingerichtet werden mit der Begr\u00fcndung, dass ihre Lebensart f\u00fcr gesetzlos erkl\u00e4rt wurde. Romani Musikgruppen bereisen den \u00d6sterreich-ungarischen Hof Esterh\u00e1za. Sie spielen verbunkos und begleiten den Tanz von Soldaten, um bei den Rekrutierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr die Milit\u00e4roperationen von Nicolas dem Pr\u00e4chtigen zu helfen.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1647.&nbsp;Roma werden von der Regentschaft Ludwig XIV. bestraft, weil sie \u201cB\u00f6hmer\u201d sind. Als Bestrafung drohen die Galeeren. 1652.&nbsp;Matiasz Korolewicz wird von der K\u00f6niglichen Polnischen Kanzlei der Titel \u201cK\u00f6nig der Zigeuner\u201d zugesprochen. 1650s.&nbsp;Letzte bekannte Exekution von Zigeunern in Suffolk, England. Andere werden nach Amerika verbannt. 1660.&nbsp;Roma wird durch Ludwig XIV. der Aufenthalt in Frankreich untersagt. 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