{"id":208,"date":"2020-10-14T16:17:31","date_gmt":"2020-10-14T16:17:31","guid":{"rendered":"https:\/\/romahistory.com\/?page_id=208"},"modified":"2020-10-14T16:17:31","modified_gmt":"2020-10-14T16:17:31","slug":"mahmoud-von-ghazna-1186-1348","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/romahistory.com\/?page_id=208","title":{"rendered":"Mahmoud von Ghazna und die Ghaznawiden Dynastie 1186 &#8211; 1348"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Sklaven Mahmouds sind die heutigen Roma<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/romahistory.romaedu.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/def.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-214\" width=\"611\" height=\"737\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mahmoud von Ghazna , ist einer der Unbekanntesten und gleichzeitig Erfolgreisten Eroberer der Menschheitsgeschichte.Die Ghaznawiden, die Dynastie von Ghazna, herrschten\u00a0\u00fcber das zweigr\u00f6\u00dfte Islamische Reich der Weltgeshichte. Das Einfluss-Gebiet erstreckte sich \u00f6stlich von dem heutigen\u00a0Afghanistan und Pakistan bis westlich hin zum Kaspischen Meer.Zwischen 997 \u2013 999 brach in der Ghaznawiden Dynastie ein B\u00fcrgerkrieg aus. Die Br\u00fcder Ismail und Mahmoud, stritten sich um die Herrschaft, die Mahmoud in einer vernichtenden Schlacht gegen seinen Bruder an sich riss. Ghazna \u00fcberfiel w\u00e4hrend seiner Amtszeit siebzehn Mal das Punjab Gebiet, auch Sind Region genannt. Die Schnelligkeit, mit der er so gro\u00dfe St\u00e4dte wie Gw\u00e4lior, Kanauj und Mathur\u00e4 \u00fcberfiel, deutet auf eine sorgf\u00e4ltige Milit\u00e4rische Planung hin. Kadir, der Kalif von Bagdad, erkannte die Souver\u00e4nit\u00e4t Mahmuds im Osten an, sandte ihm eine Ehrenrobe und verlieh ihm mehrere Titel. Von diesem Zeitpunkt an erschien auch der Name Kadir neben dem seinigen auf den M\u00fcnzen, die Mahmud pr\u00e4gen lie\u00df. Der Akt des Kalifen best\u00e4rkte ihn auch in seinem islamischen Glauben und er beschloss, gegen die G\u00f6tzendiener in Indien vorzugehen.<br>W\u00e4hrend seiner Eroberungs- und Pl\u00fcnderungsz\u00fcge durch Nord Indien zwischen 1005 und 1030 verschleppte Mahmoud von Ghazna jedes Mal Sklaven. 1005 erobert Mahmoud das Punjab Tal und beginnt mit seinen Raubz\u00fcgen durch Nordindien. Seine Truppenaufm\u00e4rsche wurden durch Grenzfestungen gesch\u00fctzt, die wahre St\u00e4rke seiner Armee war die Organisations- und Planungsf\u00e4higkeit.Die Seldschuken\u00a0unter Tugril Beg, 1040, schlagen das Ghaznawiden Heer zur\u00fcck und stoppten so die Ausbreitung der Ghaznawiden Dynastie Richtung Westen.<br>Die Armee bestand aus Sklaventruppen die aus den verschiedensten ethnischen Gruppen zusammengesetzt waren, dies war seine Basis, sein starker Truppenkern. Ein anderer Teil seiner Truppen setzte sich aus S\u00f6ldnereinheiten und Freiwilligen zusammen.Auf zwei S\u00e4ulen, basierte das Staatsystem. Erstens den J\u00e4hrlichen Raubz\u00fcgen, in das f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse reiche Nordindien. Zweitens die Steuereinnahmen. Mahmoud lie\u00df seine Steuern durch seine Soldaten eintreiben, die nat\u00fcrlich interessiert daran waren, dass der Herrscher Geld erh\u00e4lt, damit dieser sie bezahlt.<br>Die Armeen Mahmouds bestanden aus Berufssoldaten, die von \u00fcberall her kamen, um in seiner Armee zu dienen. Die Sklavenarmeen dienten mehr der Frontversorgung und der anfallenden Handwerksarbeiten, wurden aber, falls n\u00f6tig, auch in die Kriegshandlungen einbezogen.Diese Sklaven, haupts\u00e4chlich Handwerker, wurden in die Armee-maschinerie Integriert, aber auch in das Staatswesen eingebunden. Dieses war das Erfolgsrezept Mahmouds.<br>Die gro\u00dfe Anzahl von Kunsthandwerkssklaven sorgte in der Ghaznawiden Dynastie f\u00fcr eine gro\u00dfe Verbesserung der Handelsbedingungen des Gewerbes.1017 wird berichtet das Mahmoud von Ghazna aus Khorezm mehr als 50.000 Sklaven verschleppte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/romahistory.romaedu.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/mah.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-215\" width=\"635\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/romahistory.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/mah.jpg 572w, https:\/\/romahistory.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/mah-300x124.jpg 300w, https:\/\/romahistory.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/mah-145x60.jpg 145w\" sizes=\"(max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zu damaligen Zeiten war der Streitmacht von Mahmoud wenig entgegenzusetzen. Mahmoud von Ghazna war mit 54.000 Reitern und 1.300 Elefanten unterwegs auf seinen Raubz\u00fcgen. W\u00e4hrend seiner Regentschaft fiel Mahmoud fast j\u00e4hrlich in das damalige Indien ein. Das Einfallen Mahmouds hatte aber nicht nur Nachteile f\u00fcr Indien. Unter feinen Einfl\u00fcssen, der Ghaznawiden Dynastie, begann Indien sich langsam f\u00fcr die Islamische Wissenschaft, Philosophie und Literatur zu \u00f6ffnen.Mit Mahmuds Vordringen breitete sich auch dort der Islam zunehmend aus und verdr\u00e4ngte nach und nach den Buddhismus und den Hinduismus.&nbsp;Das Reich der Ghaznawiden, begann mit Mahmoud von Ghazna, der als Sohn einer Sklaven- und Soldaten-Familie aufwuchs und sich schon fr\u00fch f\u00fcr das Milit\u00e4r Interessierte. 1005 wurde von ihm der unabh\u00e4ngige Milit\u00e4rstaat der Ghaznawiden gegr\u00fcndet, weitgehend auf dem heutigen Territorium Afghanistans.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Mahmoud von Ghazna\u2019s Herrschaft, der sich selber den Titel Sultan gab, erbl\u00fchte die Region. Ghazna die Hauptstadt des Reiches, war auch die Geburtsstadt des Herrschers, und war damals bekannt f\u00fcr Ihre wundersch\u00f6nen G\u00e4rten und beeindruckenden Bauten und Pal\u00e4ste. Davor zeugen die bis heute zum Teil erhaltenen Bauten. Mahmoud von Ghazna, schaffte es Ghazna zur Stadt der Literatur und K\u00fcnste zu machen, und dieses in die Region Weiterzutragen. Indien erhielt viele Einfl\u00fcsse islamischer Bildung und persischer Kultur, die, die damalige und folgende Kunst und Literatur beeinflussten.Mahmoud von Ghazna war ber\u00fchmt als erfahrener und mutiger General in Kriegszeiten, und als weiser und gerechter Herrscher im Frieden. Seine Karriere als Feldherr beendete Mahmud mit einer Expedition nach Persien. Dies war auch sein letztes Unternehmen; er starb im Jahr 1030 im Alter von 59 Jahren. Seine letzte Ruhe fand er in Agra.Nach Mahmuds Tod bedrohten die Seldschuken, die Ghuriden, die Chwaresm-Schahs und andere t\u00fcrkische St\u00e4mme die Macht des gro\u00dfgewordenen Ghazni-Reiches.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist das Wort, welches Roma benutzen, um sich von allen anderen Bev\u00f6lkerungen zu distanzieren, vergleichbar mit dem Begriff:&#8220;Gojen&#8220; der Juden. Das Wort entstammte der Verschleppung Mahmouds vor 1000 Jahren. Alle Fremden blieben Gadje wie der Mahmoud von Ghazna. Mahmoud o Gajdo !<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausbreitungs- und Einflussgebiete Mahmoud von Ghazna 997 &#8211; 1096<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/romahistory.romaedu.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/01_ghazna_400pixels.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-216\" width=\"608\" height=\"391\" srcset=\"https:\/\/romahistory.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/01_ghazna_400pixels.jpg 400w, https:\/\/romahistory.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/01_ghazna_400pixels-300x193.jpg 300w, https:\/\/romahistory.com\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/01_ghazna_400pixels-93x60.jpg 93w\" sizes=\"(max-width: 608px) 100vw, 608px\" \/><figcaption>Ausbreitungs- und Einflussgebiete Mahmoud von Ghazna 997 &#8211; 1096 (Rot) auf aktueller Karte Asiens (Schwarz &#8211; Weiss)<br>Informationen unter\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.RomNews.de\" target=\"_blank\">www.RomNews.de<\/a>, Copyright: RomNews Society, Hamburg \/ Germany<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Seit dem Ableben Mahmouds, fing das Reich an zu zerbrechen. Das erste Anzeichen daf\u00fcr war die vernichtend verlorene Schlacht, zwischen den Ghaznawiden und den Seldschuken 1040-1041, bei Dandanqan. Mas\u2019du von Ghazni, der Nachfolger Mahmouds, floh nach Ghazna und \u00fcberlie\u00df Chorassahn den Seldschuken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ghuriden, ein Volk im N\u00f6rdlichen Afghanistan, wuchs im folgenden Jahrhundert zu der Dynastie von Ghur an. Mahmoud von Ghazna unterwarf dieses Volk w\u00e4hrend seiner Regentschaft. Seine Nachfolger schafften es jedoch nicht, die Ghur zu kontrollieren. Durch eine Familienfehde zwischen den Ghuriden und Ghaznawiden, wird Ghazni letztlich 1186 von den Ghuriden eingenommen und niedergebrannt. Die Behandlung der Roma Sklaven blieb die selbe.<br>Als Resultat des zerbrochenen Gro\u00dfreiches der Ghaznawiden, bildeten sich viele kleine Islamische Emirate in der Region, und die Chwaresm-Schahs rissen im Auftrage der Seldschuken das Reich an sich. Nur, dass es zu diesem Zeitpunkt schon keinen akzeptierten Gro\u00dfherrscher gab so verk\u00fcndeten, auch die beiden Sklavengener\u00e4le der Ghaznawiden Dynastie, Yildiz und Aybak, in Ghazni und Delhi, ihre Unabh\u00e4ngigkeit von der Ghaznawiden Dynastie. 1206 wurden Yildiz und Aybak letztlich von den Ghuriden niedergeschlagen. Diese Schlacht befreite die meisten der damaligen Roma aus der Sklaverei.Die Roma zwischen 1186 und 1266 haben sich in verschiedene Richtungen gewandt.<br>Zum gr\u00f6\u00dften Teil in Richtung \u201eRum \u2013 Seldschuken\u201c Reich, ein Teil trat den Mameluken bei und der letzte verblieb in der ersten und zweiten Sklavendynastie, aus der sie erst Ende des 13. Jahrhunderts entkamen. Die letzte befreite Gruppe der Roma machte sich wohl auf direkten Weg in Richtung Europa, oder verblieb in kleineren Gruppen in der Region.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Die Sklavendynastien<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Sklavendynastie bestand von 1206 \u2013 1266, die zweite von 1266 \u20131290.<br>1206 erkaufte sich Schams al-Din Iltutmisch den Titel \u201eSultan Indiens\u201c vom Kalifen<br>Bagdads, und gr\u00fcndete die erste \u201eSklavendynastie\u201c. Die zweite \u201eSklavendynastie&#8220; konnte selbst den Mongolen standhalten.<br>Dieser Umstand, verhinderte die Bewegung in den Osten, der direkte Weg war durch die Mongolischen Horden und deren Einfluss unm\u00f6glich. Deshalb verblieb die heutige Gruppe der Roma die sich selbst Bazigar-Banjara nennt in Indien bzw. Pakistan, der Rest machte sich auf in das Rum \u2013Seldschuken Reich, zu den Mameluken oder verfiel wieder in die Sklaverei.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>1186 &#8211; 1348 Eine Region im Wandel und Umbruch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Zusammenbruch des Islamischen Milit\u00e4rstaat der Ghaznawiden entstand ein Macht und Kontrollvakuum in der Region. Wie dieses aussehen kann, sahen wir 2003, nachdem die Irakische Regierung fiel. Nach der Ghaznawiden Dynastie bildeten sich kleine Arabische Emirate in der Region, auch gab es die Seldschuken auch \u201eRum-Seldschuken\u201c genannt. Der Wandel der Region startete erst mit dem Auftauchen der Mongolen unter der F\u00fchrung Dschingis Kahns. Dieses f\u00fchrte zu einer Neuordnung der Verh\u00e4ltnisse, da die Herrschenden Ihre Machtpositionen durch die Mongolen gef\u00e4hrdet sahen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Mahmoud von Ghazna war ber\u00fchmt als erfahrener und mutiger General in Kriegszeiten und als weiser und gerechter Herrscher im Frieden<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1192 erobern Islamische Krieger zum ersten mal Nord \u2013 Indisches Territorium, und blieben f\u00fcr Jahrhunderte. Die Region Syrien, Mesopotamien, Persien und Kleinasien stellte f\u00fcr fast dreihundert Jahre das Herrschaftsgebiet der Seldschuken dar, eines Islamischen T\u00fcrkvolkes. In dem Zeitraum zwischen 1226 und 1355 fielen die Mongolen Immer wieder pl\u00fcndernd und mordend in die Region ein. Am st\u00e4rksten Betroffen waren die Reiche der Mameluken und der Seldschuken. Durch den Zerfall der Ghaznawiden Dynastie, letztendlich 1206, hatten die Roma Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck. Zum einen wurden sie durch den Zerfall der Ghaznawiden Dynastie frei, andererseits hatten sie keine territorialen Anspr\u00fcche &#8211; die selbe Problematik wie heute.. Die Region, aus der sie stammten, dem Panjab und Sindh, war mittlerweile auch Islamisch. Nach 200 Jahren hatten die Roma keine Wurzeln mehr in der Heimat, da auch die griechischen Elemente aus dem sprachlichen Ursprungsgebiet verschwunden waren, und nun die christlichen Mongolen einfielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Region war sehr instabil, also mussten sich die Roma jemandem anschliessen und dieses waren die Seldschuken. Es ist historisch nachzuvollziehen, dass sich dieses zwischen 1206 und 1290 ereignet haben muss. 1290 Unterlag das Reich der \u201eRum \u2013 Seldschuken\u201c Osman dem I und wurde so zu einem Teil des Osmanischen Reiches. 1346 orientierte sich das Osmanische Reich gen Westen, und der erste Kriegerische Osmanische Soldat betrat den Europ\u00e4ischen Kontinent. 1348 wird vom ersten Roma in Belgrad \/ Serbien berichtet. Der Erste Roma Sklave auf der Flucht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Roma zwischen 1186 und 1266 haben sich in verschiedene Richtungen gewandt. Zum gr\u00f6\u00dften Teil in Richtung Rum-Seldschuken-Reich, ein Teil trat dem Mameluken bei und der Letzte verblieb in der ersten und zweiten Sklavendynastie, aus der sie erst Ende des 13. Jahrhunderts entkamen. Die letzte befreite Gruppe der Roma machte sich wohl auf direkten Weg in Richtung Europa, oder verblieb in kleineren Gruppen in der Region<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sklaven Mahmouds sind die heutigen Roma Mahmoud von Ghazna , ist einer der Unbekanntesten und gleichzeitig Erfolgreisten Eroberer der Menschheitsgeschichte.Die Ghaznawiden, die Dynastie von Ghazna, herrschten\u00a0\u00fcber das zweigr\u00f6\u00dfte Islamische Reich der Weltgeshichte. 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