1.7. Die Seldschuken und die Rum Seldschuken




Die Seldschuken (990-1077)

und die Rum Seldschuken (1077-1290)

 

 

 

 




Das
Reich der Seldschuken wurde 990 gegründet.

Im 11. Jahrhundert drangen die seldschukischen Oghusen von
Mittelasien in den Iran und Vorderasien vor.

Die Seldschuken gingen vor wie Steppenvölker (siehe auch
2.4), sie eroberten in Familienclans weite Teile des Iraks,
Aserbaidschans und Armeniens. Zur gleichen Zeit herrschten
die Ghaznawiden über das heutige Afghanistan und das
Panjab. Tugril Beg zieht 1055 nach Bagdad ein, und lässt
sich von den lokalen Herrschern zum Sultan erheben. Unter
Alp Arslan (1063-1072) und seinem Sohn Malik Schah (1072-1092)
entsteht die grösste politische Macht in Vorderasien,
auch die Byzantiner werden von den Seldschuken zurückgeschlagen.


Ausbreitungs- und Einflussgebiete der Rum-Seldschuken (990-1307)

Ausbreitungs- und Einflussgebiete der Rum-Seldschuken (990-1307) (Rot-eingefärbt)
und Bewegungen der Mongolen unter Dschingis Khan (Pfeile) auf aktueller Karte Asiens (Schwarz - Weiss)

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Sultan Sandschar (1141) ist der letzte Sultan eines Gross
Seldschukenreiches, danach zerbricht es in Teilreiche. Sulaiman
ibn Kutulmisch, gründet nach einer Schlacht gegen Byzanz,
das Sultanat der „Rum - Seldschuken“, bei Manzikert
auf byzantinischem Gebiet, aber erst Iznik und später
Konya schafften es, die Seldschuken im „Rum - Seldschuken“
Reich zu einen.

Der
Begriff Rum entstand durch den Hintergrund, dass die Seldschuken
ein Reich nach dem Vorbild der Römer bzw. Roms, in Asien
schaffen wollten.

Auch da sehen wir schon wie aus Rom das
Rum wurde, das bis in die heutige Zeit noch für Verwirrung
des Doppelbegriffes zwischen dem Volk, der Stadt und dem Römischen
Reich sorgt. Die Seldschuken sind jene die das Teppichknüpfen
der Region einführten.

Die Bevölkerung des Reiches war sehr vielschichtig, so
treten Nomadisierende und Staatenlose; Türkstämme,
Perser, Griechen, Armenier und Roma den Reich der „Rum
–Seldschuken“ bei.




Die Sultane,
waren darauf bedacht Ihr Reich zu sichern, speziell da im
frühen 13. Jahrhundert die Mongolen plündernd in
die Region einfielen.

Das Reich war sehr offen gegenüber,
der Aufnahme neuer Bürger. Diese hatten aber auch die
Pflicht im Kriegsfall das Reich zu Schützen. Jeder Familienklan
musste 10.000 Soldaten zur Verfügung stellen.

Was Bürgerrechte angab, galten diese nur für Muslime,
da andere immer noch als Sklaven gehalten werden durften.


Unter Ala’addin Kaikobad I. (1219-1237) , erreicht das
„Rum – Seldschuken“ Reich seine größte
politische Macht. Unter seinem Befehl kämpfen Söldnertruppen
aus Sklaven, freien Bürgern und Roma, die nach dem Fall
des Ghaznawiden Reiches dem Reich der „Rum – Seldschuken“
beitraten.

Trotzdem Unterliegt das „Rum – Seldschuken“
Reich 1243 den Mongolen, und verliert so den Einfluss auf
Ihre östlichen Gebiete.

Zwischen 1284 – 1302 übernehmen mehr und mehr Türkstämme
den Einfluss im „Rum – Seldschuken“ Reich.
Schliesslich wurde das „Rum – Seldschuken“
Reich von Osman I. dem Osmanischen Reich einverleibt.

Ein anderes Problem war das der Religionen. Roma waren Hindus
wie alle in der Region, zu dem Zeitpunkt der Versklavung.
Jetzt stellte sich die Situation ganz anders dar, die Roma
mussten sich entscheiden. Von Osten her kamen die Mongolen,
die Christen waren die umgebenden Reiche waren Islamisch,
auch die Rum – Seldschuken. Nun hatten die Roma keine
Wahl. Es blieb, den Rum Seldschuken beizutreten, Moslem zu
werden oder in die Sklaverei zu verfallen, die damals noch
fester Bestandteil der Gesellschaft war.

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