1.6. Die ägyptischen Mameluken

Mameluken
Mamelucken




Leibwache islamischer Herrscher seit dem 9. Jahrhundert, meist
türkische oder tscherkessische Sklaven. In Ägypten
schwangen sich die Mamluken 1250-1517 selbst zu Herrschern
des Landes auf: Eine Empörung gegen den letzten Ajjubiden
Turan Schah brachte Aibek (1250-1257) zur Regierung, die er
mit der Sultanin Schadscharat Ad Durr teilte. Baibars (1260-1277)
schlug die Mongolen 1260 und 1277. Kalawun (1279-1290) verdrängte
die Kreuzritter fast gänzlich aus Palästina.

Berühmt als Baudenkmäler sind die Gräber der
Mameluken-Sultane sowie die Sultan-Hassan-Moschee (Nassir
Hassan, 1347-1361) in Kairo. Der Mameluken-Staat, d. h. Ägypten
mit Syrien und Palästina, wurde 1517 von den osmanischen
Türken unterworfen. Unter türkischer Oberhoheit
verwalteten die Mamluken bis 1811 Ägypten.

Die Roma müssen zu den Mameluken gehört haben, dieses
würde die oft in der Geschichte genannten Ägyptische
Herkunft erklären. Es ist aber weiterhin anzunehmen,
dass der größte Teil der Roma dem Rum Seldschuken
Reich beitrat. Dieses erklärt die Spracheinflüsse
und auch den Wechsel in der Eigenbezeichnung von Dom auf Rom.
(siehe auch 2)



Es ist wohl anzunehmen, dass ein Teil der Roma damals auch
dem Mameluken Staat angehörte, denn es gibt Berichte
in Mittelalterlichen Europa, über dunkle Menschen, die
sich als Ägypter ausgaben. Es stellt sich historisch
die Frage, ob diese Berichte nun Roma meinen oder die „Mameluken“.
Die Wahrheit wird sich irgendwo in der Mitte befinden, sowohl
„Mameluken“ als auch Roma bereisten das mittelalterliche
Europa ( siehe auch 7.5 ), unter dem Schutzmantel der Mameluken,
streng genommen eines Sklavenstaates.

German