1.12
Zusammenfassung der Roma früh Geschichte
   


Wenn wir unsere Vorurteile nicht besiegen, besiegen unsere Vorurteile uns.

 

Mahmoud von Ghazna und die Ghaznawiden Dynastie
Herrscher über das zweitgrößte islamische Reich der Geschichte


Das Reich der Ghaznawiden begann mit Mahmoud von Ghazna, der als Sohn einer Sklaven- und Soldaten-Familie aufwuchs und sich schon früh für das Militär Interessierte. 1005 wurde von ihm der unabhängige Militärstaat der Ghaznawiden gegründet, weitgehend auf dem heutigen Territorium Afghanistans.

Gleich zu Anfang müssen wir festhalten, dass die Roma von Mahmoud von Ghazna nicht als einzige homogene Gruppe verschleppt wurden. Es gab über 17 lange Jahre regelmässige Verschleppungen von bis zu 50.000 Personen auf einmal.
Nun müssen wir auch davon ausgehen das die Sklavenarmeen nur dezimiert überlebten und über die jeweiligen Besitzenden Territorien verteilt waren.
Einige Gruppen der Roma verblieben, in Pakistan, Afghanistan, Irak, Iran und Indien.

Andere hatten die Möglichkeit aus zerbrechenden Reichen zu flüchten und sich anderen Reichen anzuschliessen oder auch als Sklaven gehalten zu werden.

Die Roma fanden nach den Ghaznawiden in verschiedenen Reichen Platz:

1. Die Mameluken
2. Die Rum Seldschuken
3. Die Sklavendynastien
4. Czresam

Die größte Gruppe fand Zuflucht und Assimilation im Rum Seldschuken
Reich, das später, wie auch das Reich der Mameluken und Czresam in das Osmanische Reich übergingen.

Die Geschichtsschreibung der Region hat leider keinen Platz für die Rolle der Roma gefunden. Das ist leider nicht verwunderlich, da die Geschichte immer von den Gewinnern geschrieben wurde, und Roma waren nie die Sieger, höchstens ein Werkzeug der Sieger.

Es stellt auch ein Problem dar, dass viele Archive mit historischen Dokumenten und Gegenständen, die auf die Roma verweisen könnten, wohl durch die zahlreichen Konflikte in der Region vernichtet wurden. Vergleiche die Verluste historischer Dokumente und Gegenstände nach der Anarchie im Irak im Jahre 2003.

Merke:

Die Roma, Ihre Geschichte und ihr Schicksal sind von den politischen Entwicklungen in Gesamteuropa stärker geprägt worden, als die irgendeines anderen Volkes. Denn nie hatten die Roma einen eigenen Staat oder eine eigene Regierung, die sich für ihre Belange einsetzte. Während Hunderttausende Roma und Sinti den Kriegen zwischen den europäischen Staaten zum Opfer fielen, haben sie selbst nie einem anderen Volk den Krieg erklärt.

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